Afrika: Récup - Vom Abfall dieser Welt

Unter dem Label „Art de la Récuperation“ hat sich in Afrika das Thema Abfall und Recycling längst als eigene und ernst zu nehmende Kunstrichtung etabliert. Es geht dabei nicht um die bloße „Wiederverwendung“ von Material, sondern um dessen Neubefragung und Umdeutung.

Afrika: Récup - Vom Abfall dieser Welt


Zwei afrikanische Künstler - der Filmemacher Sokrate Safo aus Ghana sowie der Objektkünstler Dominique Zinkpè aus Bénin - haben im Januar und Februar 2007 in Neukölln ein Kunstprojekt entwickelt und realisiert, das sich mit dem Thema Abfall als Wertstoff im weitesten Sinn auseinandersetzt.

Die afrikanischen Künstler begegnen dabei, ausgehend von ihrem spezifischen Verständnis für Material und Materialität, der reichen Wegwerfgesellschaft Europas. Der Ort Neukölln wurde nicht zufällig gewählt – leben hier doch die meisten afrikanischen Migranten Berlins.
Daneben bearbeiteten und gestalteten Künstler, Ethnologen, Pädagogen und Entwicklungshilfespezialisten kreativ mit Kindern und Jugendlichen im Rahmen von Workshops die Themen Afrika sowie Abfall der Wohlstandsgesellschaft. Neben der kreativen Herausforderung war hier die Möglichkeit gegeben, zu erlernen, mit Respekt, der Wissen (über die Entwicklungsländer) voraussetzt, auf andere Kulturen zuzugehen. Weiterhin sollte ein Gespür für den alternativen Umgang mit Abfall angeregt werden.

Neukölln triff Afrika: Im
April und Mai 2007 werden die im Projekt gewonnenen Récuperation-Ideen in einer Ausstellung präsentiert: die Ergebnisse der Kinder- und Jugendwerkstätten wie die der Künstler. Diese Ausstellung wandert weiter nach Bayreuth und Dessau. Finanziert wird das Projekt u.a. aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und des Umweltbundesamtes.

Pressestimmen zur Ausstellung:
http://www.iwalewa.uni-bayreuth.de/pressestimmen_recup.html

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