Studien über Littering

Littering ist ein seit langem gut untersuchtes Phänomen. Seit Beginn der siebziger Jahre liegen Studien aus verschiedenen Fachrichtungen vor. Sie können helfen, eine saubere Umwelt effektiv zu gestalten.

Studie untermauert „Broken-Windows-Theorie“ (2008)
In einem dreckigen, heruntergekommenen Umfeld werfen die Menschen mehr Abfall dazu als in einer sauberen Umgebung. Diese These untermauert jetzt eine neue Studie aus den Niederlanden.

Zigaretten Hauptproblem des Littering (2004)
Zigarettenkippen sind mit 58,3% die am meisten gelitterten Gegenstände, gefolgt von Kunststoffen (11,6%) und organischen Abfällen (9,8%).

Problemzonen des Littering (1998)
Bestimmte Orte wie Autobahnzufahrten und öffentliche Grillplätze sind stärker von Littering betroffen als andere. Großstädte sind signifikant höher verschmutzt.

Littering-Verhalten variiert nach sozialen Gruppen (1997)
Australische Studie: Jugendliche unter 15 Jahren litterten weniger als alle anderen Altersgruppen. Jüngere littern mehr in der Gruppe, ältere, wenn sie allein unterwegs sind.

Soziale Kontrolle dämmt Littering ein (1991)
Je größer die soziale Kontrolle ist, desto mehr schreckt die Angst vor Scham und Verlegenheit vom achtlosen Wegwerfen von Gegenständen ab.

Regelmäßiges Aufräumen beugt Littering vor (1980)
Bei verdreckten Plätzen ist die Hemmschwelle, etwas hinzuzuwerfen niedriger als bei sauberen. Regelmäßiges Aufräumen ist wirksamer als unregelmäßige, große Abfallsammelaktionen.

Abfallbehälter machen den Müll (1980)
Je mehr Abfallbehälter aufgestellt werden und je auffälliger sie gestaltet sind, desto weniger Abfall fällt an.

Kurzfristige Anreize verbessern Sauberkeit nicht nachhaltig (1971) Sauberkeitsaktionen brauchen einen langen Atem. Aktionen können durch Anreize kurzfristig wirken, führen aber nur bei langfristigen Aktionen zu Verhaltensänderungen.