Weimar zückt die Rote Karte

Bußgelder sind fast überall Standard im Instrumentenkasten für eine saubere Stadt. Das Beispiel Weimar verdeutlicht, wie eine Stadt die Bürgerinnen und Bürger auf die neuen Spielregeln vorbereiten kann.

Weimar ist europäische Kulturstadt und Heimat des berühmtesten deutschen Dichters Johann Wolfgang von Goethe. Das verpflichtet. Wer seinen Abfall achtlos auf den Gehweg wirft, sieht daher seit Oktober 2004 die Rote Karte und zahlt ein Bußgeld zwischen 10 und 40 Euro.

Weimar Rote Karte - vorn Weimar Rote Karte - hinten

Am 12. Mai 2004 startete Weimar die Aktion "Saubere Stadt". Mit dem Slogan "Sauber macht glücklich - Sauber macht reich" verdeutlichte die Stadt: Das achtlose Wegwerfen von Zigarettenkippen, Flaschen, Kaugummi oder Essensresten würde demnächst teuer werden.

Seit 01. Juli 2004 verteilen Mitarbeiter des kommunalen Ordnungs- und Servicedienstes Rote Karten, auf denen die Höhe der Bußgelder für das jeweilige Vergehen abgedruckt sind. Bis 30. September 2004 beließ es die Stadt bei einer Verwarnung. Erst seit dem 01. Oktober 2004 wurde es ernst.

Weimar betrachtet die Strafe nicht als Selbstzweck sondern als ein pädagogisches Mittel. Das Umweltbewusstsein soll verbessert werden - Die Rote Karte als Verwarnung und Aufruf zum Nachdenken.


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